Kategorie:Tiere | 19.02.2010

BARF - ein Modetrend?

BARF (=biologisch artgerechtes rohes Futter) das tönt irgendwie sympathisch, vor allem das "biologisch" und das "artgerecht".
Nur ist es gerade das "artgerecht", das bei mir ein paar Fragen aufwirft. Unsere domestizierten Hunde in ihrer Vielfalt an Grösse, herausgezüchtetem Exterieur und körperlicher Minderbelastung sind mit ihren wilden Vorfahren, den Wölfen, sicher nicht mehr 1:1 zu vergleichen. Schon alleine deshalb kommt es mir eigenartig vor, dass wir unsere Hunde wieder wie die wilden Wölfe ernähren sollen.
Hunde können Pflanzenzellen (rohes Gemüse und Früchte) nicht aufschliessen, die Vitamine und Spurenelemente stehen dem Organismus deshalb nicht voll zur Verfügung. Werden Gemüse und Früchte jedoch gekocht oder vorverdaut (Mageninhalt von pflanzenfressenden Kadavern), so kann der Hund die wichtigen Bestandteile, eben Vitamine etc. nutzen. BARFer sind der Ueberzeugung, dass durch das Pürieren des rohen Gemüses dieses Problem gelöst ist. Ich denke, dass es nicht möglich ist, allein durch einen mechanischen Vorgang die Pflanzenzellen aufzuschliessen.
BARFer verzichten bei der Fütterung auf Stärke (z.B. Kohlenhydrate in Form von Getreide) mit der Begründung, dass der Wolf auch keinen Reis etc. bekommt. Auch dies ist für mich nicht logisch: Nach dem Reissen eines Beutetiers frisst der Wolf bevorzugt die inneren Organe, eben auch die Leber, die sehr viel Stärke enthält.
Die Verfütterung von rohen Knochen mag ja für Hundejunioren noch angehen. Senioren aber vertragen Knochen oft nicht mehr gut. Verdauungsprobleme werden dabei häufig beobachtet und wer je bei seinem Hund Knochenreste chirurgisch entfernen lassen musste, lässt sich wahrscheinlich von dieser BARF-Empfehlung nicht mehr überzeugen.
Ganz heikel ist meiner Meinung nach das Barfen bei Hunden im Wachstum, insbesondere bei grosswüchsigen Rassen. Damit die Knochenentwicklung optimal verläuft, muss das Verhältnis Phophor/Calcium exakt stimmen. Mit viel Engagement und Sachkenntnis über Ernährungsphysiologie ist es sicher möglich, seinen Hund mit selbst hergestelltem Futter absolut optimal zu ernähren. Ich aber bin froh darüber, das es sehr professionelle Futtermittel-Hersteller gibt, die mir die schwierige Aufgabe abnehmen, für meine Hunde in jeder Lebenslage und -phase das exakt passende Futter zusammen zu stellen.
Unsere Hunde haben im Vergleich zu den wilden Wölfen eine viel höhere Lebenserwartung und dies nicht nur wegen regelmässigen Impfungen und Entwurmungen, sondern auch weil wir sie mit ausgewogenem von Fachleuten hergestellten Futter ernähren.


Kategorie:Interna | 07.02.2010
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Kategorie:Tiere | 16.12.2009

Meine Hündin, die ich vor drei Jahren im Alter von einem Jahr aus Griechenland mitgebracht habe, war mir bisher eine sehr treue Freundin. Sie ist eine gehorsame, intelligente und sehr sensible Hündin, die mir nur Freude breitet hat. Vor einem Jahr habe ich dann mein erstes Kind bekommen. Zunächst schien alles nach Plan zu laufen. «Gina» zeigte Interesse, war aufgeschlossen gegenüber dem Neuankömmling und ich hatte das Gefühl, dass sie den Kleinen gut akzeptierte. Nun aber wird mein Sohn langsam mobil und die ganze Situation hat sich sehr drastisch geändert.

Sobald mein Sohn auch nur in ihre Nähe kommt, fängt «Gina» an zu knurren, reagiert er darauf nicht, zeigt sie sogar ihre Zähne!! Ich bekomme langsam ein mulmiges Gefühl, dass sich dies zu einem deftigen Problem entwickeln könnte!

Letzte Woche habe ich mir dann professionelle Hilfe gesucht, einen Tierpsychologen, der sich mit dem Verhalten von Hunden sehr gut auskennt und mir erklären konnte, warum «Gina» so reagiert und was ich machen könnte, um die Situation wieder in den Griff zu bekommen. Es scheint so, als sei alles auf ein Hierarchieproblem zurückzuführen. Offensichtlich habe ich «Gina» zu viel Freiraum gegeben. «Gina» ist der Chef im Haus uns nimmt sich das Recht heraus, das «Fehlverhalten» meines Sohnes zu «korrigieren».

Die Lösung liegt nahe, ich muss Gina irgendwie vermitteln, dass ich der Herr im Haus bin und gleichzeitig sicherstellen, dass sie auf ihren Ruheplätzen auch wirklich nicht gestört wird. Ich bin gespannt, wie sich das alles entwickeln wird, und wie schnell ich erste Erfolge berichten kann!!

 


Kategorie:Interna | 15.12.2009

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